Starkes Übergewicht mit einem übernormal hohen Körperfettanteil mit krankhaften Auswirkungen wird als
Adipositas (Fettsucht, Obesitas, Fettleibigkeit) bezeichnet.>
Mit Hilfe des Körpermassenindexes (BMI) kann man errechnen, ob man untergewichtig, normalgewichtig, übergewichtig oder adipös ist. Eine
Adipositas liegt ab einem Körpermasseindex von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden.
BMI Übersichtstabelle ab Übergewicht:
| BMI Wert |
Gewichtseinteilung |
Risiko |
| > 25,0 |
Übergewicht |
Ab hier ist Vorsicht angesagt |
| 25 - 29,9 |
Präadipositas |
Gering erhöht |
| 30 -34,9 |
Adipositas Grad I |
Erhöht |
| 35 - 39,9 |
Adipositas Grad II |
Hoch |
| ≥ 40 |
Adipositas Grad III |
Sehr hoch! |
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Starkes Übergewicht kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Risiko für koronare Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes und eine erhöhte Sterblichkeit) hervorrufen. Entscheidend ist dabei das Fettverteilungsmuster. Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen sind besonders gefährlich. Der Bauchumfang sagt wesentlich mehr aus über das Krankheitsrisiko als der Body-Mass-Index (BMI). Beträgt er bei Männern über einen Meter, bei Frauen über 90 cm, besteht Handlungsbedarf. Mit jedem zusätzlichen Zentimeter nimmt das Risiko weiter zu.
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Ermitteln Sie ihren Bauchfettanteil, indem Sie Ihren Bauchumfang mit einem Maßband bestimmen. Durch diese einfache Methode können bereits 75 Prozent des Fettanteils ermittelt werden. Messen Sie Ihren Bauchumfang am besten morgens mit freiem Oberkörper im Stehen. Nehmen Sie die Stelle, an der der Bauchumfang am größtem ist (dies ist meistens auf Höhe des Nabels). Eine richtige Messung erfolgt beim Ausatmen, also wenn der Bauch entspannt ist. Lesen Sie den Bauchumfang dann einfach ab.
Die nachstehende Tabelle zeigt Ihnen Ihr Risiko für Begleiterkrankungen.
| Bauchumfang |
Risiko |
Männer:
≥ 94
≥ 102 |
Erhöht
Deutlich Erhöht |
Frauen:
≥ 80
≥ 88 |
Erhöht
Deutlich Erhöht |
Das Bauchfett ist so gefährlich, weil Fettzellen im Bereich des Bauches anderen Stoffwechselgesetzen unterliegen als Fettzellen an Gesäß, Hüfte und Oberschenkel. Das stoffwechselaktive Fett rund um den Bauch beeinflusst den Fett- und Zuckerstoffwechsel negativ. Das Risiko für koronare Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes und Fettstoffwechselstörungen ist somit stark erhöht.
Wenn Sie feststellen, dass Sie Übergewichtig sind und Ihr Bauchfettanteil über den empfohlenen Werten liegt, dann versuchen Sie Ihr Gewicht zu reduzieren. Dies gelingt gut mit einer Ernährungsumstellung und Sport. Bereits eine Körpergewichtabnahme von 5 bis 10 Prozent führt zu einer Verminderung Ihres Bauchumfanges und damit zu einer Reduktion des inneren Bauchfettes um etwa 30 Prozent.
Menschen mit starkem Übergewicht haben es schwer, abzunehmen. Für viele ist ein
Magenballon die letze Möglichkeit, einen Erfolg zu erzielen.